Obacht vor dem Saugrippe

28. September 2009 | von | Kategorie: Termine

saugrippe1

Der Saugrippe in freier Wildbahn

Der Ausdruck „Saugrippe“ entstammt der bayerischen Mundart und bedeutet übersetzt ins Hochdeutsche so viel wie Mist- oder Saukerl.
Ein gemeiner Saugrippe ist ein entfernter Nachfahre des Wolpertingers, halb Mensch – halb Schwein. Es ist keine besonders reinliche Gattung der Fabelwesen, die seit Menschengedenken als Hüter der Schweinegrippe-Viren bekannt ist. Sie ist im tiefsten Bayerischen Wald zu Hause und trat bis vor einer Weile nur selten aus der Dunkelheit hervor.
Doch der sich zurzeit in der Bevölkerung ausbreitende H1N1-Virus hat nun die Ur-Träger der Schweinegrippe auf den Plan gerufen. Experten vermuten, dass diese sich aufgrund der fortschreitenden Infektionswelle zu Menschenmassen hingezogen fühlen.
Über die genauen Motive des Saugrippes kann derzeit nur spekuliert werden. Sicher ist jedoch, dass die alleinige Gegenwart eines infizierten Saugrippes eine hohe Ansteckungsgefahr für den Menschen mit sich bringt. Übertragen wird die Schweinegrippe auch hier in der Regel durch Tröpfchen-Infektion, die der Saugrippe durch unachtsames
Niesen und Husten sowie einer Vernebelung keimhaltiger Sekrete der Atemwege unentwegt verbreitet.

Mit der Kampagne „Obacht vor dem Saugrippe“ möchte die barfuss.creative.group die bislang spröde Aufklärungsarbeit in Sachen Schweinegrippe auflockern und eine frische Art der Kommunikation etablieren.

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Wiesn 2009 ist sicherlich in einer umfassenden Aufklärung aller Gäste zu sehen. Sicher haben diese die allgemeinen Hinweise zur Minimierung einer Ansteckungsgefahr bereits mehr als einmal vernommen. Regelmäßiges Händewaschen, das Vermeiden von Küsschen oder das Niesen in den Ärmel statt in die
Hand sind gern zitierte Benimmregeln des diesjährigen Oktoberfests.
Doch erstmal im Bierzelt angekommen, befällt den Besucher die berüchtigte Wiesn-Stimmung. Alles scheint wie eh und je: Man bestellt seine Maß Bier, trinkt munter mit den Tischkollegen, bald darauf auch mit den benachbarten Tischen und knüpft über kurz oder lang automatisch neue Kontakte. Da soll es schon mal vorkommen, dass so mancher Gast
im Rausch der guten Laune alle im Vorfeld einstudierten Benimmregeln vergisst. Jetzt gilt es nachzulegen, denn vor Ort ist eine geistige Auffrischung über die akute Ansteckungsgefahr im Interesse aller Beteiligten. Dabei ist eine speziell dem Umfeld angepasste Kommunikation vonnöten, die den Besuchern auf eine unterhaltsame und augenzwinkernde Art und Weise die bestehende Infektionsgefahr nochmals vor Augen führt.
Panische Zurechtweisungen würden zu diesem Zeitpunkt nur Unsicherheit und Angst bei Rezipienten hervorrufen.
Die von der barfuss.creative.group gegründete Initiative setzt genau hier an. Mit der Kampagne „Obacht vor dem Saugrippe“ entkoppelt sich die Botschaft der bislang trockenen Aufklärungsebene und personifiziert die schlecht greifbare Thematik der Schweinegrippe:

Das Storyboard für den als Musikclip getarnten Viralspot beinhaltet eine Abwandlung des Falco-Klassikers „Der Kommissar“. Das neue Cover mit dem Refrain „Drah Di ned um, oh oh oh – schau schau der Saugrippe geht um, oh oh oh“ wird von einem Münchner Produzenten der Kings Of Orange kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Die in Tracht umherlaufenden Protagonisten werden vom Saugrippe nacheinander von hinten auf die Schulter getippt und erschrecken sich bei dem bloßen Anblick des Virenträgers. Er ist überall – keiner kann ihm so leicht entkommen…

Er ist Dir bereits begegnet? Spread the word – not the virus!

Auf Facebook und bei den Lokalisten tauscht Du nicht Viren sondern Erlebnisse aus. Die jeweils extra für Euch eingerichteten Gruppen „Obacht vor dem Saugrippe” sammeln Kurioses, Außergewöhnliches und Atemberaubendes rund um Deinen Oktoberfest-Besuch und das Thema Saugrippe @ Wiesn 2009.

Tags: , , , , , , , , ,
Bietischuh - Bodenschoner für Biertischgarnituren

Do konnsd Dein Schmarre neischreim