Niemand hat Barnabas geschont
5. März 2010 | von Biergartler | Kategorie: News aus'm Freistaat
Nach da öffentlichen Empörung üba sein KZ-Vergleich in da Nockherberg-Rede hod da Fastenprediger Michael Lerchenberg s’ Muff’n-Saus’n griagt und is zruggtret’n.
“Meinen Ko-Autor und geschätzten Kollegen Christian Springer habe ich gebeten, meine Entscheidung mitzutragen”, ho da Lerchenberg in a Erklärung xogt.
Da Lerchenberg hod in seina satirischen Rede am Mittwochabend fabuliert, FDP-Chef Guido Westerwelle wolle nun alle Hartz-IV-Empfänger in einem mit Stacheldraht umgebenen Lager in Ostdeutschland sammeln. Über dem Eingang, “steht in eisernen Lettern: Leistung muss sich wieder lohnen”.
Vui seng do a Anspielung auf den menschenverachtenden Spruch “Arbeit macht frei” am Tor vom Konzentrationslager Auschwitz.
Wei da politische und öffentliche Druck auf eam, an Springer und d’ Brauerei jetzad so groß gworn is, is a Rückkehr in d’ Nockherberg-Kanzel unmöglich fia eam worn. Üba “sein” Bruder Barnabas moant er: “Nichts und niemanden hat er geschont. Er war aber nie parteiisch. Besonders auf Letzteres bin ich stolz.”
Ois erste Kritikerin an da diesjährigen Fastenrede war feili ois Erst’s von da Charlotte Knobloch, Vorsitzende vom Zentralrat da Juden. An derartigen “Ausrutscher unter die Gürtellinie” hod’s in ganz vui Jahr auf’m Nockherberg no ned erlebt. Und da FDP-Chef Guido Westerwelle hod wia scho fast zu allem scharfe Kritik g’äussad. “Mit einem KZ-Wächter verglichen zu werden, geht zu weit”, hod a glei in am Brief an Paulaner-Chef Andreas Steinfatt gschriem. In Zukunft wui a nimma eiglodn wern….

Bier- und Oktoberfestmuseum
XFN