Hau den Lukas – Die letzte Männerdomäne
13. März 2010 | von Biergartler | Kategorie: HumorIm Sport is’d Gleichberechtigung längst a Selbstverständlichkeit. Madl boxen, spuin Eishockey und hupfa Skisprungschanzn oba. Aiso is koa Wunda, dass de vielleicht letzte Männerdomäne im Sport ned in da Sporthalle findst. A ned in da Mucki-Bude oda auf ‘m Sportplatz. Naa, de letzte Bastion da Männlichkeit find’t ma auf ‘m Volks- oda Schützenfest. Jetzad nachad wieda auf’m Münchner Frühlingsfest. S’ geht um an Lukas, jedem ois Hau den Lukas bekannt. Es geht drum, mit am groß’n Hammer üba’n Kopf ausz’hoin und nachad möglichst genau auf an Punkt, den sogenannten Dorn, z’treffa. Je nachdem wia hart da Schlog ausg’führt und wia genau da Dorn droffa werd, fetzt a Kugel an a Messlatt’n die wia a Maibaam ausschaugt nauf.
Scho da Popeye hod an Lukas gern her gnomma, um sei a Muskelkraft z’ demonstrian. Und genau um des gehz beim Hau-den-Lukas: Muckis zoagn. Grod nach da oan oda andan Mass Bier übt des auf den männlichen Volksfestbesucher offenbar an unwiderstehlichen Reiz aus. Und so gem si die Buam an Hammer in’ d Hand, während de Madl as johlende Publikum san. Ned selt’n schigga die Deandl a eanan Liabstn vor, seine Kräfte vor de andan z’ demonstrian.
Wer’ d Metallkugel an de hexte Stelle schnoizn lasst, löst a Klingelsignal aus und derf an Applaus da Umstehenden geniessn. Aba die Gefahr da Blamage is groß. Wer des obare End ned erreicht, konn sei Leistung an vaschiedane Schuidl ablesn, die in unterschiedliche Höhen an da Messlattn o’bracht sand und dazua dacht sand, den Volksfestsportler z’ va’schbottn. Dabei geht’s ois andere wia politisch korrekt zua. S’ unterste Schuidl weist den Delinquenten ois „Schlappschwanz“ aus, darauf foign „Anfänger“ und „Haderlump“. De obaan Regiona schließlich sand mit „Weiberheld“ und „Weltmeister“ tituliert. A Skala oiso, die as weibliche Geschlecht gänzlich ausschließt und bei Feministinnen a Kopfschütteln auslösn derfad. Allerdings san die Frauen letztlich doch ned ganz vagessn, wei’s a „Damenhöhe“ a gibt. Direkt zwischn „Anfänger“ und „Schlappschwanz“ hängt die Plakettn, alladings nua ois Anhängsel an’s große Schuidl „Gschaftlhuaba“ (bayerisch für Wichtigtuer). Ob des Schuidl Frauen dazua animian ko, sich am Hau-den-Lukas z’ vasuacha, derf bezweifelt wern. Is doch in erster Linie dazua da, schwächelnde Manna da Lächerlichkeit Preis z’ gem.
Aba zwisch’n de Männerhorden is scho die oa oda andere hammerschwingende Dame xeng worn.

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