Versuchtes Tötungsdelikt nach Wiesnbesuch

6. Oktober 2010 | von | Kategorie: Wiesn

München – Beim Verlassen des U-Bahnhofes Implerstraße geriet ein 31-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in Wien am Sonntag, 03.10.2010, 00.25 Uhr, aus nichtigem Grund mit einem 17-jährigen Deutsch/Türken aus München in Streit. Hieraus entwickelte sich eine Rangelei zwischen den Beiden, die sich nach einer kurzen Unterbrechung auf dem Gehweg der Implerstraße fortsetzte. Hier kam es zu einem tätlichen Schlagabtausch, wobei beide Kontrahenten zu Boden fielen, als der Geschädigte auf den späteren Täter zustürmte. Der Deutsch/Türke kam dann schneller wieder auf die Beine und trat dem noch am Boden liegenden zwei bis drei Mal mit dem Fuß gegen den Kopf. Der Begleiter des Geschädigten stellte sich dann schützend vor diesen, während Passanten den wütenden Täter zunächst zurückhalten konnten. Es gelang ihm jedoch, sich nochmals loszureißen und dem Geschädigten einen weiteren Schlag gegen den Kopf zu versetzen. Anschließend konnte er von Passanten bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeikräften fixiert werden.
Er wurde vor Ort vorläufig festgenommen und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Mittlerweile wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Durch die Tritte erlitt der 31-Jährige abstrakt lebensgefährliche Kopfverletzungen, die stationär in einer Münchner Klinik behandelt werden müssen. Der Täter räumt die Tathandlungen im Groben ein, gibt jedoch an, sich nur verteidigt zu haben, da die Aggressionen von dem 31-Jährigen ausgingen. Die näheren Umstände der einzelnen Tathandlungen müssen im Zuge der weiteren Ermittlungen noch geklärt werden.

Zeugenaufruf:
Personen, die zu dem Vorfall Angaben machen können, werden gebeten, sich bei der Mordkommission München, Tel.Nr. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Wichtig wären insbesondere die beiden weiblichen Begleiterinnen des Geschädigten sowie der Taxifahrer der von den beiden Begleiterinnen auf der Oberfläche angehalten wurde. Diese Personen müssen den Vorfall beobachtet haben.

Quelle: Polizei Bayern
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