Boarisch-Deutsch
I hob fia Eich moi vasuacht, de wichtigst’n boarischn Redewendunga bzw. Wörta zsamm z’suacha. I woas a das an Hauffa vaschiedene Aussprach’n gibt…Aiso soacht’s mi ned o! Wenn’z eia Wort a gern dazua do woiz, nachad meld Di o und dua a mit.
Bayerisch
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Deutsch |
| A Maß biddscheen. | Einen Liter Bier bitte. |
| A Brezn mechad I. | Ich hätte gerne ein großes verschlungenes Laugengebäck. |
| An Raadi mechad I. | Ich hätte gerne etwas von diesem weissen überteuerten Gemüse. |
| A hojbats Hendl biddscheen. | Ich hätte gerne ein halbes gebratenes Flügeltier. |
| A Schweins-Haxn! | Ich nehme das gegrillte Eisbein. |
| I hedd gern an Schdeggerlfisch. | Ich hätte gerne einen über Holzkohle gegrillten Fisch (Tip: Folgen Sie dem Geruch in Richtung “Fischer Vroni”) |
| Die Blosmusi gehd mia aufn Geisd. | Ich kann mich gar nicht richtig unterhalten, weil die bayerische Musikkapelle so laut spielt. |
| So a Gaudi! | Welch ein Vergnügen! |
| Biesln muass I. | Wo gehts denn hier zur Toilette? |
| Oana gehd no. | Ich habe mich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, noch ein Bier zu bestellen. |
| Schau, dassd Land gwinnsd. | Wenn Du nicht gleich verschwindest, kann es Ärger geben. |
| Hobbala! | Ich möchte mich in aller Form dafür entschuldigen, dass ich Ihnen einen Liter Bier auf die Hose geschüttet habe. |
| Bassd scho. | a) Sie können das Restgeld für sich behalten. b) Ich nehme Ihre höfliche Entschuldigung an, aber lassen Sie mich bitte in Ruhe. |
| Do legsd di nieda. | Meine Güte, hat die Bedienung ein interessantes Dekolleté. |
| Oans zwoa (drei) – gsuffa! | Prost! Lass es Dir schmecken! |
| Sauf di zamm. | Trink endlich Dein Bier leer. Ich will heim. |
| Eam schaug o. | Schau Dir diesen Volltrottel an. Wahrscheinlich ist er ein Preusse. |
| A liabs Deandl und a fescha Bua | Das perfekte Paar |
| Eeha. | Vorsicht, gleich knallt’s. Und dann können Sie das Krankenhaus aufsuchen. |
| Glei fangst oane. | Wenn Sie nicht sofort die Beine in die Hand nehmen uns ich außerhalb meiner Reichweite begeben, erhalten Sie eine Ohrfeige. |
| Bagg mas. | a) Gehen wir?
b) Zu Dir oder zu mir? c) Wollen wir das Tanzbein schwingen? |
| Schleich Di. | Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie sich auf der Stelle entfernen könnten. |
| Mogst a Busserl? | Meine Verehrte, darf ich Sie küssen? (Tipp vom Biergartler: Laufen, was das Zeug hält). |
| I bin ganz sche bsuffa. | Ich glaube, ich werde gleich meine Zurechnungsfähigkeit verlieren (eine der letzten zehn Liter Bier waren vermutlich schlecht). |
| Schbeim muass I. | Ich glaube, mein Mageninhalt nimmt den falschen Ausweg (jetzt wirklich schnell rennen). |
| Gemma auf’d Wiesn? | Wollen wir das größte Volksfest der Welt auf der Theresienwiese in München besuchen? |
| A so a Schmarrn. | Damit stimme ich nicht völlig überein. |
| I mog Di. | Ich liebe Dich und möchte Dich heiraten. |
| Host a Buijva? | Haste mal n Euro? |
| Lallllmaoulmahaurgsss | (Ein Mann versucht gerade, Ihnen nach reichlich Biergenuss die Relativitätstheorie zu erklären.) |
| Geh weida | a) Gehen Sie endlich aus dem Weg b) Du willst mich wohl auf den Arm nehmen. |
| Gä! | Kurzform von Geh weida. |
| a) Spezi | a) Freund
b) antialkohlisches Getränk, Gemisch aus Cola und Orangenlimonade (in Bierzelten nicht |
| Host mi? | Hast Du meine letzte Äusserung intellektuell erfasst? |
| Wos mogst? | a) Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?
b) Ich habe Sie nicht richtig verstanden. Können Sie die Frage nochmal wiederholen. |
| Mogst wos? | Suchen Sie Streit? |
| Gehd wos? | a) Zu Dir oder zu mir?
b) Ist heute noch Stimmung zu erwarten? |
| Des daugd ma. | Ich kann meine Begeisterung kaum im Zaum halten. |
| Hah? (nasal) | Wie bitte? Ich hatte Sie nicht auf Anhieb verstanden. |
| Pfiaddi nachad. | Lebe wohl. (Behüt Dich Gott)Leben Sie wohl (Behüte Sie Gott). |
| Wos mechads no? | Darf ich Ihnen (Mehrzahl) noch ein Getränk servieren? |
| Elf achzge!!!!! | Ich bekomme bitte 11,80 von Ihnen. Das Trinkgeld ist selbstverständlich nicht inbegriffen. |
| Oobachd! (forsche Frauenstimme, üblicherweise aus dem Munde einer Bedienung) | Wenn Sie nicht sofort aus dem Weg gehen, kann es passieren, dass Sie von Bierkrügen erschlagen oder von deren Inhalt überschüttet werden. |
| I kumm glei. | Aussage einer Bedienung, die Sie nie wieder zu Gesicht bekommen. (Es sei denn: Sie stecken der Bedienung bei Ihrer ersten Bestellung 5 Euro als Trinkgeld zu – Vorsicht: nicht in den Ausschnitt). |
| Zeeefixxx! | Ach Gott, was für ein dummes Missgeschick! |
| Jessass! | Jetzt liegt da schon wieder ein Betrunkener! |
| Bratzn weg! | a) Nehmen Sie die Hände aus meinem Ausschnitt.b) Nehmen Sie die Hände aus meinem Essen. c) Hören Sie auf, mein Handy umzugprogrammieren. |
| Schaugg ma moi, dann seng ma’s scho. | Jetzt nerv hier nicht rum. Wir haben alle Zeit der Welt. Ausserdem habe ich keine Lust, darüber zu diskutieren. |
| Zuagroasda | Immigrant (jemand, der sich durch seine Sprache verdächtig macht). |
| Hoijd Dai Babbn. | Könnten Sie Ihren Redefluss unterbinden und mich bitte mein Bier in Ruhe trinken lassen. |
| Jo mei. | Vielleicht haben Sie recht, vielleicht aber auch nicht. Jedenfalls habe ich keine Lust mehr, mich weiter über das Thema unterhalten. |
| Fingerhaggln. | bayerische Sportart, bisher leider noch nicht olympische Disziplin |
| Mei! Hodd di a Holz vor da Hüttn. | Bewunderne Äusserung über
a) herausragende Vorzüge einer anwesenden Dame b) medizinische Anomalien bei Frauen c) die Möglichkeiten der Schönheitschirurgie |
| A gschdandns Mannsbild | Bayerischer männlicher Mensch, bekleidet mit einer Lederhose, mit athletischer Figur |
| Bierwampn | Diesen schönen Körper formte Bier. |
| Wennsd ma neischbeibst, no zoist as Dobbede. | Der Fahrpreis erhöht sich auf das Doppelte, falls Sie sich hier im Taxi übergeben müssen. |
| Wo mogst nachad hi? | Bitte nennen Sie Ihren Bestimmungsort. |
| Noagal | Abgestandener Rest (bis zu einem halben Liter) in einem Bierkrug. |
| nachad | (Wort einfach überhören, bedeutet nichts) |
| Woassd scho. | Schenken Sie mir bitte Glauben. Es besteht kein Zweifel daran, dass ich Recht habe. |
| Schwoabs oba. | Trinken Sie endlich Ihr Bier leer. |
| Zümfdig samma! | Sind wir nicht eine gesellige Runde! |
| Zweaf Euro, sechzge – spinnt’s Ihr? | Bierpreisbeschwerde |
| I woaß ned. | Keine Ahnung, nerv mich nicht mit Deinen Fragen. Ich kann mich einfach nicht entscheiden, und eigentlich will ich meine Ruhe haben. |
| Do mogst mi scho gern hom. |
Vornehme Form des Götzschen Zitates |
| Diredare? | Ich hatte Sie bereits vorhin gefragt, wie der Preis für das angebotene Produkt ist. Würden Sie mir die Frage nun endlich beantworten? |
| Mei, so a Blunzn. | Mein Gott, da vorne ist unsere Bundeskanzlerin. |
| Lass Dei Ledschn need so obehenga! | Schau nicht so grantig. Alles wird gut. |
| Do gengans her! | Treten Sie näher, ich muss Ihnen was zeigen. |
| Des gehd fei need. | Ausrede eines faulen Bayern. |
| So a Gfrett mit de Bsuffan. | Immer Ärger mit den Trunkenbolden! |
| Schaug eam o, den Graddla | Schau Dir diesen Penner / Sozial Schwachen / Erfolglosen an. |
| Bagg Dei Graffe zamm. | Würdest Du bitte Deine mitgebrachten Utensilien zusammenpacken, damit wir endlich gehen können? |
| A soo a Grischbal | Du bist ja so dünn, dass Deine Knochen klappern. Ausserdem verfügst Du über eine Hühnerbrust. Jedenfalls bist Du kein “gestandenes Mannsbild”. |
| Kaff ma uns a Grachal? | Sollen wir Limonade kaufen? Wir können ja behaupten, es wäre für unsere Kinder. |
| Der ander, kauft er sich a hupfads Wasser. | Diese Memme hat Mineralwasser bestellt! |
| Sammas? | Können wir nun endlich gehen? |
| Ruafschmarrn | Herpesbläschen, die man von schlecht gereinigten Bierkrügen erhält. |
| Mia gangsd. | Das wäre nichts für mich. |
| Hirnbatzldoktor | Psychiater |
| ummara | um..herum (z.B. um ca. 5 Uhr: ummara fünfe). |
| Mimmerl | Mimose (meist männlicher, empfindlicher Mensch) |
| Hiehdrohbraadl | Tablett (wörtlich: Hintragebrett) |
| Wann I mit meina Wambn kannd, gangad I aufd Kambnwand. | Wenn mein vergrößerter Bauch mich nicht hindern würde, würde ich auf die Kampenwand wandern. |
| A Weißwurschd und a Weißbier, biddschen! | Herr Ober, bitte bringen Sie mir ein bayerisches Frühstück! |
| Bring ma no a Hojbe! | Herr Ober, bitte bringen Sie mir jetzt das Mittagessen! |
| Oana gehd no. | Herr Ober, bitte bringen Sie mir jetzt den 5-Uhr-Tee! |
| Bier her. |
Herr Ober, bitte bringen Sie mir jetzt das Abendessen! |
| Bayerische Substantive haben manchmal gleich drei Artikel: Das die da Deife hoid). |
Möge der Teufel Dich holen. |
| Preusse zu bayerischer Schankkellnerin:Ich hätte gerne ein kleines Bier. Schankkellnerin zu Preussen: Warts no a Stund und wenndsd an gschaidn Durschd host, kimm i wieda. |
Verhaltensregeln für Preussen in bayerischen Gaststätten: Niemals ein kleines Bier bestellen! |
| Boandlkrama | Übersetzung 1: sehr magerer Mensch, der vermutlich ohne Schweinsbraten und Knödel ernährt wurde
Übersetzung 2: Sensenmann oder Gevatter Tod, der einen Bayern dann holt, wenn ihm weder Schweinsbraten noch Knödel schmecken |
| Zwiderwurzn | ekelhafter Mensch |
| Topfen | Quark |
| Schnagglmessa | oberbayerische Argumentationshilfe |
| Hosndirrl | Notausgang für zugeführtes Bier |
| Schdiagnglanda | Gehhilfe nach dem Wirtshausbesuch |
| Schdubnmusi | ländliche Kammermusik |
| I woaß need | heißt eigentlich: i mog need (ich will nicht) |
| Schdockbiesler | alte Tradition: Um sich das Aufstehen vom Stammtisch zu ersparen, nahmen die Männer einen Stock zuhilfe, der abgeführte Körperflüssigkeit in die richtigen Wege leitete |
| Schuabladler | Traditioneller Tanz |
| Fingahaggln | Bayerischer Kampfsport |
| Do schaug her | Anerkennender Ausruf (bezogen auf eine Tatsache) |
| Eam schaug o | Weniger anerkennender Ausruf) bezogen auf eine männliche Person, vermutlich ein Preusse |
| Obazda | “Angemachter” (Bayerische Käsespezialität); nicht in folgendem Zusammenhang zu gebrauchen: “Gesdann in da Disco hod mi wieda oana obazd”. |
| Fotznhobe | Mundharmonika |
| Echt oda? – Scho heh! | Hauptbestandteil einer Konversation der bayerischen Landjugend |
| Oana gehd no – oana gehd ojwei | Bayerischer Leitsatz: Niemals aufgeben |
| Do mogst mi scho gern hom | Vornehme bayerische Form des Götz’schen Zitates |
| Oachkatzlschwoaf | Aussprachetest für Norddeutsche |
| Schdiangglanda | Treppengeländer |
| a Mass biddschen | wichtigster Satz auf dem Oktoberfest |
| Biesln muas i | zweitwichtigster Satz auf dem Oktoberfest |
| Bier her oda i foi um | wichtigster Satz im Hofbräuhaus |
| zoin biddschen | bitte zahlen |
| I mog di | ein Satz den ein Norddeutscher (Saupreiß) sicher nie von einem Bayern zu hören bekommt |
| Gnedl | bayerische National-Sättigungsbeilage |
| Hoit’s Mei | ein Satz den ein Norddeutscher von einem Bayern sicher zu hören bekommt |
| Diredare | Kohle, Geld |
| Griasde, Pfiadde | Hallo und Tschüss |